Geschichte des Sportvereins Am 25.06.1921 wird die Freie Turnerschaft Lohfeld Hainholz/ Hainholz Lohfeld (FT) gegründet. Es war eine nicht ganz einfache Zeit aus verschiedenen Gründen, was sich auch in manchen Protokollen wiederspiegelt. 1923 wird erwogen E.W. aus dem Verein auszuschließen, weil er zweimal das Hakenkreuz getragen hatte, oder es wurde beschlossen, keinen Beitrag zu erheben, bis Geld benötigt wird. Die Anspar-möglichkeiten waren wegen der Inflation nicht gegeben. 1924 wurde gar F.K. im Verein gestrichen, weil er den Hitlergruß gezeigt hatte. Man wehrte sich nach Kräften solange es noch ging. Am 18.04.1924 wird die Deutsche Turnerschaft Lohfeld (DT)
gegründet, als Mitglied der Deutschen Turnerschaft, Sitz Berlin. Schon das Gründungsprotokoll liest sich reichlich politisch orientiert, auch wenn später anderes behauptet wird. Im Mai 1924 wird auf einer Werbeversammlung klargestellt, daß mit dem Arbeiter Turnverein (Freie Turnerschaft) nicht zusammen gearbeitet wird, obwohl beide das gleiche Vereinslokal haben. Hier klafft das protokollarische Loch, was noch häufig in folgenden Berichten erwähnt wird. Der Arbeiter Turnverein (FT.) wurde am 24.05.1933 durch Zustellung einer Auflösungsverfügung aufgelöst. Die Mitglieder traten in die Deutsche Turnerschaft Lohfeld ein. Das Vereinsvermögen ging auf diese über. Die bisherigen Mitglieder des Arbeiterturnvereins bildeten zunächst eine eigene Abteilung in der Turnerschaft. (Quelle Lohfelder Chronik 1987). Ab September 1938 heißt der Verein schlicht Turnverein Lohfeld.
30.09.1945 Neugründung des Turn und Sportvereins Lohfeld Hainholz. Nach der Neugründung 1945 präsentiert der TuS ein sehr sozial engagiertes Gesicht. So wird 1946 angeregt und beschlossen, die Familie des Verstorbenen Karl Nickel zu unterstützen, mit 50,-- RM aus dem Verein und freiwilligen Spenden. 1947 wird noch weitere Unterstützung beschlossen: allen Hinterbliebenen, Kriegswitwen und Frauen deren Männer sich noch in Kriegsgefangenschaft befinden, soll eine (einmalige) Geldspende gegeben werden. Es soll ein entsprechender Abend zur Finanzierung veranstaltet werden. 3 Monate später im April 1947 wird niedergeschrieben, daß das gesperrte Vermögen des früheren TV Lohfeld freigegeben wurde. Ein vorliegender Antrag hierüber datiert jedoch erst vom 21.03.1950. Inzwischen dreht sich vieles um`s liebe Geld, so soll der MTV Hausberge für jeden Nutzungstag auf unserem Sportplatz 1950 eine Pacht von 5,00 DM bezahlen. Aber wie in jedem Verein, gab es auch hier schon mal böses Gerede, was derart in Anfeindungen gipfelte, daß im Juli 1951 der erste Vorsitzende seine Ämter niederlegte, 2 Wochen später auch sein Stellvertreter. Doch auf der einberufenen Vollversammlung wurden beide ganz klar wieder in ihre Ämter gewählt. Also nur ein Sturm im Wasserglas. Im Dezember 1951 wird beschlossen, daß alte Akten bei Reinecke im Vereinsschrank gesammelt werden. Dieser Beschluß hat uns später sehr geschadet, denn von dort wurde der heute fehlende Teil entwendet. 1952 wurde der engl. Besatzungsschaden anerkannt. Der Sportplatz war bei einem Manöver durch Militärfahrzeuge kaputt gefahren. 1953 wird Paul Bertel für 1 Jahr vom Beitrag befreit, weil die von ihm zur Verfügung gestellten Gegenstände vermutlich Dekorationsmaterial für die Karnevalssparte in Vereinseigentum übergehen. 1962 wird der Vorstand zum ersten Mal in offener Wahl gewählt, was seit dem wohl auch so blieb. 1964 war nach dem Kauf einer neuen TT-Platte und einem Satz Trikots der Kassenbestand so eng, daß Beitragerhöhungen die Folge waren. Auch war ein Unfall eines Jugendlichen mit einem Motorrad am Zaun des Sportplatzes (Sprengelweg) zu bedauern. Da den Verein aber keine Schuld traf, wurde die Klage des Vaters gegen den Verein zurückgezogen. Leider war der Verein 1965 nicht stark genug, um eine 5 Tage Belegung einer neuen Sporthalle in Lohfeld garantieren zu können. Anderenfalls wäre es möglich gewesen, an der Zentralschule eine Sporthalle anzubauen. An anderer Stelle liest sich recht auffällig eine Nehmermentalität. Es wird (1965) eine Busfahrt nach Berlin beantragt. Alle Vorbereitungen werden (allerdings) dem Vorstand überlassen. Seitdem wurde (JHV 1966) der Vorstand für jeweils 2 Jahre gewählt. 1967 bittet der Bürgermeister W. Watermann (selbst Vereinsmitglied) um eine Vereinsspende für das Mahnmal. Dafür würde die Gemeinde sich als großzügig erweisen und den zu erwartenden Überschuß bei der Sportplatzeinweihung dem Verein überlassen. Leider gab es keinen Überschuß, sondern ein Defizit. Zunächst wurde aber das Gemeinschaftshaus eingeweiht, wozu der TuS ein Bild schenken will. Der Kulturausschuß erhält außerdem eine Spende von 50,00 DM als Grundlage (Ende 1967). 1970 (28.02.JHV) kündigt W. Watermann den Bau einer Umkleidehalle an, sie soll 1971/72 fertiggestellt werden. Im Dezember 1971 und 1972 wurde die Jahreshauptversammlung des jeweils nächsten Jahres vorgezogen, aber das hat sich wohl nicht bewährt. Danach findet sie regelmäßig im Januar eines jeden Jahres statt. Dafür wird 1972 überlegt, die Jahreshauptversammlung zeitlich früher anzusetzen, um anschließend noch einen bunten Abend anhängen zu können sowie für die Jugend eine Filmvorführung. Das wird auch einige Jahre beibehalten. Im September 1973 versucht der Verein den Kindern des verunglückten Sportkameraden Dieter Voth ein wenig zu helfen, indem er für beide Kinder je 500,00 DM auf ein Sparbuch überweist. Diese Tradition setzt sich auch in späteren Jahren fort, daß lieber im stillen persönlich geholfen wird, als teure Kränze und/oder Anzeigen zu bezahlen. Im Januar 1974 liegt eine neue Satzung aus, die auf der Jahreshauptversammlung verabschiedet wird. Gleichzeitig wird zum 1.Mal ein Ältestenrat gewählt. Noch im selben Jahr wird eine Jugendordnung ausgearbeitet, die auf der nächsten Jahreshauptversammlung abgesegnet wird und bis heute unverändert besteht. Ebenfalls wird 1975 von D. Edler vorgeschlagen zu Ostern Kinderspiele und Eiersuchen als Jugendwerbung zu veranstalten. Die Mitgliederwerbung ist wohl allgemein besser geworden, so konnte 1976 nach 55 Jahren Bestehen des Sportvereins das 200 Mitglied mit einem kleinen Geschenk begrüßt werden und Ostern werden z.B. 250 Eier bemalt und versteckt. Für die älteren Mitglieder wurde eine Autoversicherung abgeschlossen. 1977 taucht erst ein Gerücht und dann eine konkrete Anfrage zu einer Spielgemeinschaft mit Veltheim und Möllbergen auf. Es wird in den Mannschaften besprochen und strikt abgelehnt. So bleibt alles beim alten und die neue Halle in Hausberge soll weitere positive, neue Impulse geben. Die Konfirmationsgeschenke werden jetzt geändert, es soll direkt einen Zusammenhang mit dem Verein geben, so sollen jetzt Trikots geschenkt werden. Ab 1980 findet die Jahreshauptversammlung für 3 Jahre ohne Gemütliches statt, ab 1983 gibt es jeweils im Anschluß einen Knobelabend. Im Februar 1981 wird über ganz andere Dinge gesprochen und dann der Antrag auf Gemeinnützigkeit doch auf 1982 verschoben. Dann wird sie jedoch eilig beantragt und auch sofort für ein Jahr bis 31.03.1983 zuerkannt. Da im Verein kein Mitgliederbuch geführt wurde, ist es recht schwierig zu beantworten, ob (1.1983) alle Mitglieder in der EDV gespeichert sind, obwohl der 2. Kassierer Friedhelm Lübbing sich heuer schon 2 Jahre damit befaßt. 1985 wird erstmals eine Beteiligung an dem noch recht jungen Hausberger Stadtfest erwogen. Mit einer Negerkußwurfmaschine will man Spenden für den Lohfelder Elternselbsthilfekindergarten sammeln. Schließlich soll aber doch für die eigene Jugendarbeit gesammelt werden. 600 Negerküsse werden vom Vereinsmitglied B. Könemann gestiftet. Der Erfolg war aber nicht so überragend, daß es alle Beteiligten überzeugt hätte, so wurde von einer weiteren Beteiligung am Stadtfest abgesehen. 1986 müssen wir einen ähnlichen Winter gehabt haben wie dieses Jahr (1996). Es herrschte Glatteis und so konnten nur 27 unentwegte Mitglieder zur Jahreshauptversammlung erscheinen. Knobeln fand hier dann sicher nicht statt. Am Kreishandballtag am 19.05.1989 stellte der TuS die Thekenmannschaft, denn er wurde bei Reinecke ausgerichtet. Im Januar 1990 hatte sich der Bestand der aktiven Handballer so verändert, daß nun unter dem neuen Vorsitzenden unsererseits die Anfrage an Veltheim nach einer Spielgemeinschaft gerichtet wurde. Im April 1991 trat plötzlich und unerwartet der 1. Vorsitzende zurück, Gründe können mangels Kenntnis nicht genannt werden, so daß bis zur nächsten Jahreshauptversammlung nur mit halbierter Vereinsspitze agiert wurde. Neue Vorschläge waren trotzdem nicht Mangelware. Tennisplätze wurden angedacht, da aber bereits Eisbergen, Hausberge und Veltheim schneller waren, wurde dies wieder verworfen. Neue Besen kehren gut so ist aus dem Protokoll der Jahreshauptversammlung 1993 einiges zu erfahren. Zunächst wurde nach vielen Jahrzehnten wieder einmal schriftlich zur Jahreshauptversammlung eingeladen und ein Tanzabend sollte sich anschließen. Ein Infoblatt sollte herausgegeben werden, es blieb aber leider bei dem einen Versuch, ob die Korrektur der Mitgliederdatenerfassung abgeschlossen sei, mußte leider verneint werden, es werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Schließlich wurde den Bedürfnissen des Wirtes (H. Reinecke) Rechnung getragen und die Jahreshauptversammlung für die kommenden Jahre auf Ende Januar (bzw. ab 1995 sogar auf Anfang Februar) verlegt. Denn bei Abwesenheit des Wirtes (Winterurlaub) war eine Versammlung immer mit Hindernissen gespickt. Schließlich wird (1994) eine Anfrage an die Stadt gerichtet, ob in der ehemaligen Lohfelder Zentralschule nach der Renovierung ein Vereinsraum für den TuS möglich wäre. Zum Zeitpunkt der Schriftlegung war eine Benutzung noch nicht möglich. Anfang 1996 wurde sogar ganz auf einen solchen Raum verzichtet.
Nachdem schon ca. 2 Jahre geturnt wurde, ohne daß darüber viel geschrieben steht, wurde beschlossen, eine Sonderwerbegruppe aus den besten Turnern des Vereins zu gründen. Der genaue Zweck dieser Gruppe ist nicht näher beschrieben, aber aus der Bezeichnung läßt sich vermuten, daß auf eigenen und fremden Sportfesten oder anderen öffentlichen Anlässen durch Darbietungen neue Sportler aufmerksam gemacht werden sollen. Außerdem soll eine Gruppe von 10 Mann zum Faustballspielen aufgestellt werden. Es wird auch gleich ein Schiedsrichter dazu bestellt: H. Hohmeier. -Protokollpause wegen fehlender Akten -
Nachdem am 18.4.1924 die Deutsche Turnerschaft als 2.Lohfelder Sportverein gegründet wurde, werden auf einer Werbeversammlung am 2.5.1924 in dem Lokal des Gastwirts Reinecke Hainholz, welches auch als Vereinslokal ausersehen ist, den Versammelten die Ziele der Deutschen Turnerschaft dargelegt. Eine Aufklärung über die Nichtzusammenarbeitung mit dem Arbeiter-Turnverein wird mit der politischen Einstellung des Arbeiter-Turnvereins gleichzeitig in klarer und deutlicher Weise gegeben. Man denke sich dabei, was jeder selber will. Der Turnwart Friedrich Detering aus Hausberge versicherte in der ersten Zeit, an jedem Turnabend teilzunehmen und mit Rat und Tat zu helfen. Die erste Hilfe bestand darin, daß er im Namen des Turnvereins Hausberge erklärte, daß wir die 2 Barren des Turnvereins Hausberge vorläufig geliehen bekommen können. Am 23.4.1924 wird auf der ersten Monatsversammlung bekanntgegeben, daß die Sammlung unter Mitgliedern und Lohfelds Einwohnern zur Anschaffung eines Turnrecks verwendet werden soll. Es wird auch eine einheitliche Turnkleidung festgelegt: Turnhemd weiß mit rotem DT Wappen, Hose kurz und schwarz. Dann wird gleich noch eine Himmelfahrtstour geplant: Antreten um 7 Uhr morgens. Der Verein schließt sich dem MTV Hausberge an. Eigene Veranstaltungen waren wohl auch noch nicht auf die Beine zu stellen und der MTV hatte sich ja offensichtlich als Hilfe angeboten. Am 5.8.1928 soll das 1. volkstümliche Vereinssportfest stattfinden, was jedoch ins Wasser fiel. So wurde am 8.9.1928 geplant, am 23.9.1928 auf Korffs Weide Reichsjugendkämpfe zu veranstalten. Wieder ist auch hier keine weitere Information über den Fortgang zu finden. (Wegen fehlender Akten) Turnen nun in einem gleichgeschalteten Verein 3.11.1935 Der alte Barren beim Gastwirt Schneckener ist den Ansprüchen, die an ihn gestellt werden, nicht mehr gewachsen. Er ist schadhaft und es muß befürchtet werden, daß einer der Turnbrüder bei Ausführung der turnerischen Übungen über kurz oder lang zu Schaden kommen kann. Der Vorstand hatte die Notwendigkeit eingesehen und erinnerte sich daran, daß im Juli 1934 beim Landesturnfest in Minden schon mit der Firma Meyer/Hagen ein Vertrag geschlossen wurde über einen günstigen Barren. Allerdings mit der Grundlage von Reichszuschüssen, die nicht genehmigt wurden. Nun soll versucht werden, den Vertrag zu verlängern, um bei besserer Finanzlage den Barren sofort abrufen zu können. Gleichzeitig sol-lte aber auch bei den Behörden nachgefragt werden, ob evtl. noch ein brauchbarer Barren vorhanden ist, vielleicht aus der Gleichschaltung der Vereine. Zwischenzeitlich steht vermerkt, daß der Turnbetrieb nur von den HJ hochgehalten wird. Im Juni 1941 wird bestimmt, daß sämtliche Turner am Wittekindsbergfest teinehmen sollen. Abmarsch ab Ernsting 6 Uhr morgens. Wieviele Turner hierbei zusammenkamen ist nicht festgehalten.
30.12.1945 Anfang März 1946 soll eine Schülerriege aufgestellt werden, es gibt aber noch keine genauen Planungen. Auf der Jahreshauptversammlung ermahnt der Turnwart Wilhelm Hohmeier alle Tur-ner, sich anzustrengen, um den Turnerinnen nicht nachzustehen. Bald wurde der Raum zu klein und die Tänzer waren den Bewohnern der Hausmeisterwohnung zu laut (bei durchgehendem Boden und Spanplattentrennwand kein Wunder), so daß fortan in Veltheim in der Grundschulturnhalle (früher Hauptschule Robert-Franke-Str./Zur Lüchte) getanzt wurde. Leider gab es nach den Sommerferien keine weitere Gruppe und so wurde das Rock`n Roll Tanzen nicht weiterverfolgt.
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